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  Aktuelle Ausstellung

Medienecho

 
   
  16. September 2017 bis 8. Januar 2018

Becky Sandstede (1909 – 1999)
Landschaftsmalerei? Landschaftsmalerei.

Bilder aus dem Künstlernachlass

geöffnet montags 10 – 14 Uhr
und nach telefonischer Vereinbarung
unter 01573 2644646

Potsdamer Kunstverein e. V.
Galerie Gute Stube
Charlottenstraße 121
14467 Potsdam

Eröffnung
Freitag, 15. September 2017, 19 Uhr
Einführung: Thomas Kumlehn, Kurator
Einladung als PDF

Becky Sandstede
Berlin, Dezember 1987
Foto: Birgit Kleber

 

Eine Ausstellung des Potsdamer Kunstvereins e. V.
mit freundlicher Unterstützung der Landeshauptstadt Potsdam, Fachbereich Kunst und Museum
und dem Verein Private Künstlernachlässe im Land Brandenburg e. V.
Das vom Mobilen-Nachlass-Service, Dr. Liane Burkhardt und Thomas Kumlehn, erstellte Nachlassverzeichnis Malerei von Becky Sandstede ist seit September 2017 online:
http://private-kuenstlernachlaesse-brandenburg.de/collection/39

      Becky Sandstede:
li.: unbenannt [Blüten], um 1977/78 / r.: unbenannt [Landschaft mit Konstruktion/Gespinst], 1960
Fotos: Michael Lüder

Ihr Bruder Karl durfte Kunst studieren, Becky Sandstede musste eine Ausbildung als Werklehrerin absolvieren. Die 1930er Jahre war sie als Musterzeichnerin, Entwerferin und Koloristin für Textilfirmen tätig.
Ihr Selbstverständnis als Malerin verdankte sie ihrem zeitweiligen Schwiegervater Max Beckmann (1884–1950). Weder seine Fürsprache noch die von Heinrich Ehmsen (1886–1964) ermöglichten ihr nach dem Krieg ein Studium an der Hochschule für bildende Künste in Berlin, wo sie seit 1938 lebte.
Becky Sandstede ging den Weg als Autodidaktin, in ihrer Londoner Zeit (1949/50) erhielt sie Unterricht bei Marie-Louise von Motesiczky (1906–1996), im Nachkriegsberlin bei Paul Strecker (1900–1950). Über den Kontakt zum Maler Hermann Kirchberger (1905–1983) und die damit verbundene Möglichkeit, der Künstlergruppe »Der Ring« anzugehören, fasste sie Fuß im Westberliner Kunstbetrieb. Ihre Arbeiten befinden sich in privaten Sammlungen, auch die Berlinische Galerie besitzt sieben ihrer Werke.
Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges begann nicht nur der politische Kalte Krieg, sondern auch die Abstraktion-Realismus-Kontroverse in der bildenden Kunst. Becky Sandstede bediente keinen dieser Pole, sondern setzte ihre Bildideen jeweils im Gegenständlichen wie in freien Assoziationen um. Mehr und mehr bannte sie das Licht in faszinierender Transparenz, wofür sie eine überaus sensible Maltechnik entwickelte, über die sie schwieg.
Nach dem Tod von Hermann Kirchberger, mit ihm verheiratet seit 1958, begann sie, über den zukünftigen Umgang mit seinem Nachlass und ihrem Vorlass nachzudenken. Zehn Jahre danach, 1993, ließ sie eine testamentarische Verfügung aufsetzen, in der sie den Umgang damit regelte. Ihre Selbstbehauptung als Künstlerin und ihre stilistische Eigenständigkeit sind noch heute entdeckenswert – dank dieser weitsichtigen Entscheidung.

Dr. Liane Burkhardt und Thomas Kumlehn

Eindrücke von der Ausstellungseröffnung (für größere Darstellung bitte auf die Bilder klicken)

   

   

Fotos: Hans-Jörg Schirmbeck

 

 

* Änderungen vorbehaltenn

 

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