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Neuigkeiten

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weitere Informationen

   
 

soeben erschienen:
    36 Arten den Reigen zu beschreiben. Lyrische Parodien.

  Variationen von Fritz Schumacher, Rudolf Bultmann und Andreas Hüneke zu einem Thema von Otto Julius Bierbaum.

Herausgegeben von Andreas Hüneke, Potsdamer Kunstverein e. V.
erschienen im Verlag des Kunstwissenschaftler- und Kunstkritikerverband e. V., 2016
88 Seiten, 36 Farbabbildungen
ISBN 978-3-931640-79-8
Preis 15 €

Bezug direkt über den Shop

 

 

Ausstellung in der Galerie LÄKEMÄKER, Berlin:
    Carl Marx - Malerei & Zeichnungen

 

Eröffnung der Ausstellung
Carl Marx - Malerei & Zeichnungen
am Freitag, 30.10.2015, um 19 Uhr

Dr. Andreas Hüneke wird zur Eröffnung eine Einführung
in das Leben und das Werk des 1991 verstorbenen Malers geben.

Ausstellung vom 31.10.2015 - 27.02.2016


LÄKEMÄKER
Schwedter Straße 17
10119 Berlin

PDF

 

Buchpräsentation:
    Vom Innehalten der Plastik im Raum – Christian Roehl (1940 – 2013) Werke

 

Sonnabend, den 30. Mai 2015 um 15 Uhr
Druckerei Christian & Cornelius Rüss
Ulanenweg 4 | 14469 Potsdam

In dieser ersten Monografie zu Christian Roehl kommen Autoren
zu Wort, die fundiert in sein Lebenswerk einführen.

Über Christian Roehl und sein Werk sprechen Alice Bahra,
Andreas Hüneke, Jörg Limberg und Peter Rohn, moderiert
von Thomas Kumlehn.

Veranstalter sind die Herausgeber
Alice Bahra und der Potsdamer Kunstverein e. V.
in Zusammenarbeit mit dem vacat verlag
und Private Künstlernachlässe im Land Brandenburg e. V.

alle Details und Anmeldeinfos in diesem PDF

 

Hubert Globisch (1914 - 2004) Malerei
   Ausstellung im Regionalmuseum Glogówek (Polen), 26.2. - 23.3.2015

 

 

Nach der Ausstellung im Regionalmuseum in Prudnik/Neustadt folgt jetzt die zweite Station der Einzelausstellung von Hubert Globisch. In Prudnik hatte die Ausstellung 422 Besucher. Das Gemälde »Häuser am Wasser« aus dem Jahr 2000 blieb als Schenkung im Sammlungs-
bestand und wird seit Januar in der ständigen Ausstellung der »Sammlung zeitgenössische Kunst« des Museums präsentiert (Foto rechts unten).

30 Gemälde und drei Aquarelle sowie zeithistorische Dokumente und Fotografien aus dem vom Potsdamer Kunstverein bewahrten Nachlass des Potsdamer Landschaftsmalers Hubert Globisch (1914 - 2004) werden in der oberschlesischen Stadt Glogówek/Oberglogau
gezeigt. Globisch besuchte die Stadt zwar, stellte aber nie dort aus. Der Kurator, Thomas Kumlehn, der seit 2006 den Künstlernachlass betreut, konnte den Besuch Globischs mit einer Zeichnung nachweisen, die in der Ausstellung zu sehen ist.
Die Bilder des Malers aus dem 1960er Jahren bis 2003 geben einen Einblick in seine künstlerische Entwicklung. Ein Schwerpunkt der Ausstellung sind Bilder, mit denen sich Globisch auf die Landschaft Oberschlesiens bezogen hat. Einen zweiten Schwerpunkt bilden seine thematischen Auseinandersetzungen mit dem deutschen Militarismus, dem II. Weltkrieg, insbesondere in der Verbindung zu seiner Biografie, zur Potsdamer Stadtge-
schichte. Darüber hinaus wird am Beispiel des Gemäldes C.M.B. (Haussegen Mostar) aus dem Jahr 1996 Globischs Auseinandersetzung mit dem Balkankonflikt im ehemaligen Jugoslawien vorgestellt.
  

 

obere und mittlere Reihe:

Einblicke in die aktuelle Ausstellung von Hubert Globisch in Oberglogau (1 - 5) / Ständige Ausstellung der »Sammlung zeitgenössische Kunst« des Museums Prudnik / Fotos: Th. Kumlehn (5), W. Dominiak (1)
für größere Darstellung bitte auf die Bilder klicken

  

  

   untere Reihe: Ausstellungseröffnung mit »Improvisationen zu Gemälden von Hubert Globisch« mit Astrid Weins am Kontrabass und einem Flötisten / Kurator Thomas Kumlehn während der Eröffnung vor Hubert Globischs Gemälde »Erinnerung an Danzig 1939«, 1975 – Fotos: Maciek Pagacz


Weiterführende Informationen:
Regionalmuseum Glogówek
 ul. Slowackiego 1
 48-250 Glogówek

 

 

Ehrung für Wieland Förster

  Der Bildhauer Wieland Förster, der Potsdam mit einigen seiner Hauptwerke bereichert hat, beging am 12. Februar 2015 seinen 85. Geburtstag.

In Berlin ehrte an diesem Tage die Sächsische Akademie der Künste ihr (Gründungs-)Mitglied.

In Potsdam wird es am 13. März in der Kapelle der Garnisonkirche eine
Hommage an Wieland Förster geben.

Ihre Mitwirkung haben zugesagt:
Eduard Schreiber (Film »Labyrinth«),
Heinz Schönemann (»Förster und Potsdam«),
Frank-Volker Merkel (Lesung),
Varoujan Simonian (Violine)


Zeit: 13.3.2015, 19.30 Uhr
Ort: Kapelle der Garnisonkirche
Eintritt frei, um eine kleine Spende zum Wiederaufbau der Kirche wird gebeten werden.


Monika Schulz-Fieguth, Günther Rüdiger

Ausstellungshinweis:
Derzeit ist eine Sonderausstellung mit der kompletten Werkgruppe der »Flugbilder« von Wieland Förster in Berlin in den Räumen des Kunsthandels Dr. Wilfried Karger zu sehen.

 

 

Hubert Globisch, Malerei und Dokumente aus dem Nachlass
   Ausstellung im Regionalmuseum Prudnik (Polen), 5.12.2014 – 31.1.2015

 

29 Gemälde und 3 Aquarelle sowie zeithistorische Dokumente aus dem vom Potsdamer Kunstverein bewahrten Nachlass des Potsdamer Landschaftsmalers Hubert Globisch (1914-2004) werden gegenwärtig in der oberschlesischen Stadt Prudnik gezeigt. Globisch lebte von 1914 bis 1919 mit seiner Mutter bei den Großeltern in Neustadt (heute Prudnik). Mit dieser Stadt fühlte er sich zeitlebens verbunden, besuchte sie seit den 70er Jahren regelmäßig, stellte aber nie dort aus. Der Kurator, Thomas Kumlehn, der seit 2006 den Künstlernachlass betreut, konnte nun auf Einladung des Museums dem Maler posthum diesen Wunsch erfüllen. Die Bilder des Malers aus dem 1960er Jahren bis 2003 geben einen Einblick in seine künstlerische Entwicklung. Ein Schwerpunkt der Ausstellung sind Bilder, mit denen sich Globisch auf die Landschaft Oberschlesiens bezogen hat.
  

 

 

 

Einblicke in die aktuelle Ausstellung von Hubert Globisch in Prudnik 
Fotos: Thomas Kumlehn


Infokarte (polnisch) als PDF
Weiterführende Informationen: Regionalmuseum Prudnik

 

 

Buchveröffentlichung/Buchpremiere:
    Vom Innehalten der Plastik im Raum – Christian Roehl (1940 – 2013) Werke

 

herausgegeben von
Alice Bahra und dem Potsdamer Kunstverein e. V.
vacat verlag, Potsdam 2014

200 Seiten
Format 324 x 220 mm
ISBN 978-3-930752-55-3
35 €

Am 29. und 30. November von 14 – 18 Uhr gibt es für alle Interessenten und Käufer die Möglichkeit, das Buch anzuschauen und zu erwerben.

Schmiede Christian Roehl · Potsdamer Allee 150
14532 Stahnsdorf

alle Details und Kontaktinfos in diesem PDF

 

 

 

Expressiv, Konstruktiv, Phantastisch

 
Ostdeutsche Kunst 1945 bis 1990 aus einer Privatsammlung
Katalog zur gleichnamigen Ausstellung, 22.08. - 05.10.2014

Herausgegeben von Andreas Hüneke für den Potsdamer Kunstverein
mit zahlreichen Abbildungen und Werkverzeichnis
sowie einem Interview mit Saskia und Andreas Hüneke
21 x 21 cm, 84 Seiten
Preis: 10 €

zur Bestellung direkt vom Herausgeber

 

 

Broschüre: 10 Jahre Potsdamer Kunstverein

  Herausgegeben vom Potsdamer Kunstverein, 2014
mit Texten von Andreas Hüneke und zahlreichen Abbildungen

21 x 21 cm, 24 Seiten

Schutzgebühr: 2 €



zur Bestellung direkt vom Herausgeber

 

 

Buchveröffentlichung: 14 Galgenlieder von Christian Morgenstern

  mit 14 Illustrationen von Carl Marx

herausgegeben zum 100. Todestag Christian Morgensterns von Andreas Hüneke

Onkel &Onkel Verlag Kleinmachnow, 48 S., 20 Abb.

Einmalige Auflage von 750 arabisch nummerierten Exemplaren und 14 römisch nummerierten Exemplaren
mit einer Originalzeichnung von Carl Marx

ISBN 978-3-943945-17-1

zur Bestellung direkt vom Herausgeber

 

 

Lesung aus Anlass des 10. Todestages von Hubert Globisch

 

Einladung  PDF

HG - In Erinnerung an einen Landschaftsmaler


Anlässlich des 10. Todestages von Hubert Globisch
findet am

Donnerstag, 3. April 2014, 19.30 Uhr
in der Buchhandlung Viktoriagarten
Geschwister-Scholl-Straße 10
14471 Potsdam

eine Lesung statt, zu der wir herzlich einladen.

Christiane Schulz und Lonny Neumann
lesen Lyrik und Prosa.

Moderation:
Thomas Kumlehn
Musikalische Begleitung:
Frank Zimmermann, Cello

Aus Anlass des 10. Todestages des Landschaftsmalers Hubert Globisch besuchte der Vorstand des Potsdamer Kunstvereins am 3. April 2014 die Grabstelle der Familie Globisch in Babelsberg. Foto: Thomas Kumlehn

 

 

 

Veranstaltungen aus Anlass des 100. Geburtstages von Hubert Globisch

 

Einladung  PDF     Hörtipp: rbb kulturradio, 11.3.2014

Anlässlich des 100. Geburtstages von Hubert Globisch (1914-2004) finden am 13. März 2014 zwei Veranstaltungen in Ferch statt, zu denen wir Sie herzlich einladen:

16.30 Uhr
Hendrikje Beschnidt, Fercher Bergstraße 22
14548 Schwielowsee OT Ferch

Die Tochter des Landschaftsmalers Hubert Globisch lädt zur Besichtigung des Fercher Ateliers ihres Vaters ein, das er 50 Jahre genutzt hat.


18.00 Uhr
Restaurant Bootsklause, Seeweg 5
14548 Schwielowsee OT Ferch

Hubert Globisch - Dauergast in Ferch (1954-2004)
Thomas Kumlehn, der den künstlerischen Nachlass von Hubert Globisch im Auftrag des Potsdamer Kunstvereins betreut, im Gespräch mit der Künstlerin Alice Bahra, dem Künstler Stephan Velten und der Kunstpädagogin Christina M. Wilsky.
Musikalische Begleitung: Juliane Beschnidt (Fagott) und Thomas Kunze (Bassklarinette)


Dr. Andreas Hüneke
Potsdamer Kunstverein e.V.

Thomas Kumlehn/Dr. Liane Burkhardt
[Private] Künstlernachlässe im Land Brandenburg e. V. (i.Gr.)

 

Der Eintritt für beide Veranstaltungen ist frei. Spenden für die Unterstützung der Nachlassbetreuung sind willkommen. Hinweis: In der Fercher Bergstraße befinden sich keine Parkmöglichkeiten.

Wegen der begrenzten Platzkapazität bitten wir um Ihre Teilnahmebestätigung bis zum
7. März 2014 per E-Mail unter info@kumlehn.org oder telefonisch unter 01573 2644646

 

 

»Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland« für Andreas Hüneke

 

Der Potsdamer Kunstverein e.V. freut sich bekannt geben zu können, dass seinem Vorsitzenden Dr. h.c. Andreas Hüneke am 4. Oktober 2013 der »Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland« verliehen wurde.

 

 

Bilder von der Preisverleihung (A. Hüneke im linken Bild mit dem Bundespräsidenten)  
Fotos: Bundesregierung / Henning Schacht


Die Zeremonie fand durch den Bundespräsidenten Joachim Gauck im Berliner Schloss Bellevue statt. Zur Begründung hieß es u. a. »Hüneke sei einer der führenden Experten für die NS-Kunstpolitik. Er erforsche seit mehr als 30 Jahren die Aktion ›Entartete Kunst‹, mit der die Nationalsozialisten moderne Kunst systematisch verfemten und zerstörten und habe wichtige Grundlagenarbeit zur Geschichte des modernen Museums in Deutschland geleistet. Mit seinem einzigartigen Wissen und seinem Privatarchiv habe er Generationen von Forscherinnen und Forschern in Ost und West zur Seite gestanden.«

Weiterführende Informationen:

Offizielle Begründung des Bundespräsidialamtes
Information des des Bundespräsidialamtes zur Ordensverleihung
   mit Rede des Bundespräsidenten

 

 

Nachruf für Christian Roehl

  Am 4. April 2013 starb Christian Roehl, einer der wichtigsten Stahlplastiker Deutschlands, in Potsdam-Babelsberg an den Folgen eines Herzinfarkts.

1940 in Berlin-Grünau geboren, absolvierte er 1959/60 nach seinem Abitur am Evangelischen Gymnasium in Berlin Charlottenburg eine Lehre in Neukölln als Bauschlosser im Feinstahlbau. Parallel nahm er an einem Schmiedekurs der Schlosser-Innung teil. 1961/62 – inzwischen stand die Berliner Mauer – konnte er als Mitarbeiter von Fritz Kühn seine Fähigkeiten in Ostberlin vervollkommnen. Fritz Kühn war seit der Präsentation seiner »Räumlichen Gitterwand« 1958 auf der Brüsseler Weltausstellung ein gefragter Kunstschmied und Stahlgestalter im gesamten deutsch-
sprachigen Raum, trotz Mauerbau. Dessen Credo »Form muss laufen« hat Christian Roehl verinnerlicht. Vom dosierten Setzen von Buchstaben in eine geschmiedete kupferne Bodenplatte des Gedenkens für den Olivaer Platz
in Westberlin beispielsweise bis hin zum Beschichten von Stahlplatten mit Kupfer und Messing für die Fassadenver-
kleidung eines Theaterneubaus in Düsseldorf. Unterbrochen wurde diese vielgestaltige Praxis von der Verhaftung Christian Roehls wegen versuchter Republikflucht. Nach 18-monatiger Inhaftierung, die Evangelische Kirche Deutschland konnte die Haftzeit durch Freikauf um drei Jahre verkürzen, folgte die 3-jährige Bewährungszeit als Bau- und Spezial-
schlosser in der Industrie. Im letzten Jahr seiner Bewährung, fand Christian Roehl eine Anstellung im Vorrichtungsbau der Akademie der Wissenschaften. Von dort aus erhielt er die Möglichkeit, bei Joachim Peronne in Potsdam-Babelsberg seine Meisterprüfung abzulegen. Peronne war es auch, der ihm half, seine Freiberuflichkeit zu begründen und sein Refugium, die Stahnsdorfer Schmiede, zu finden.

Erste Aufträge waren Entwurfsumsetzungen für seinerzeit namhafte Künstler aus dem damaligen Bezirk Potsdam: Kurt Hermann Kühn, Peter Rohn, Werner Nerlich, Wolfgang Wegener hatten Aufträge für architekturbezogene Arbeiten, waren aber mit dreidimensionalen Ausführungen und der besonderen Sprache des Stahls wenig vertraut. Umso mehr wuchs das Selbstvertrauen des ausführenden Christian Roehl. Arndt Wittig aus Schwedt und Herbert Seidel aus Berlin kamen Anfang der 70er Jahre auf ihn zu.

Seine erste freie Arbeit entstand 1974 auf der Potsdamer Freundschaftsinsel – eine Hommage an Karl Foerster, den berühmten Potsdamer Gartenarchitekten und Pflanzenzüchter. Anfang der 80er Jahre entstand die Arbeit »Landschaft«, während eines Symposiums in Staßfurt. Während die Hommage an Karl Foerster noch sehr offensichtlich eine Vorliebe für die vegetabile Formensprache von Fritz Kühn zeigt, verkörpert die »Landschaft« eine entscheidende Marke auf dem eigenen Gestaltungsweg.

Der »Klingende Stahl« entstand 1987 für eine Ausstellungs-
beteiligung in Baden-Württemberg. Christian Roehl erhielt zum ersten Mal eine so genannte Westreise, um sich an der in Friedrichshafen gezeigten internationalen Ausstellung »Zeitgemäße Kunstschmiedearbeiten und Skulpturen« zu beteiligen und im direkten Austausch die Anerkennung der Kollegen aus Westeuropa zu erfahren.
»Als ich anschließend die Museen in Stuttgart, Wiesbaden und Düsseldorf betrat, brauchte ich die Titel gar nicht zu lesen. Ich hatte ja die Kataloge zu Hause. Das hat mich
auf eine besondere Weise für die unmittelbare Begegnung und den Nachhall sensibilisiert. Mir kamen die Tränen und
ich dachte, verfluchte Scheiße, warum ist Dir das alles vorenthalten. Es ist ja doch ein großer Unterschied, ob du um ein Werk von Fritz König, Julio Gonzalez, Richard Serra herum gehst, es im Dialog wahrnimmst, oder eine farbige manchmal auch nur schwarz/weiße Katalogreproduktion ansiehst.«

Porträt Christian Roehl

Taufgedenken (Modell), 2013

Landschaft, 1981

Hommage Karl Forster, 1974

Fotos: Alice Bahra

für größere Darstellung auf die
Abbildungen klicken

  Schon seit 1977 nahm Christian Roehl regelmäßig an Symposien in Staßfurt, Schwerin oder Eisenhüttenstadt teil. Die besondere Herausforderung bestand darin, industrielle Technologien und Fertigungsprozesse nutzen zu können. Mit der im Jahr 2000 im EKO-Stahlwerk Eisenhüttenstadt entstandenen Stahlplastik »Energie Erfahrung« wollte er das Erkalten des Stahls nach dem Walzen und das enorme Gewicht der Brammen in einem energetischen Zeichen fließender Bewegung und schwebender Leichtigkeit abstrahieren.
»Es war ein Herantasten und Ausloten der richtigen Proportion.«

Die Achtsamkeit für den Zusammenhang aus Körper, Seele und Geist war längst in ihm gewachsen - immer offensichtlicher im Austausch mit seiner Partnerin, Alice Bahra. Ein Ausdruck dafür - sein letztes vollendetes Werk, entstanden im Dezember 2012. Er bezeichnete es als »Lebenslinie«. Eine sanfte wellenartige Bewegung aus in die Höhe strebenden, fragilen Edelstahlstäben.

Christian Roehl lebte sehr bewusst jeden einzelnen Tag. Der Tod, der so unerwartet eintrat, hat ihn am 4. April urplötzlich aus dem Stand erfasst. Das Material für ein Taufgedenken für die Ev. Kirche in Stolpe und ein Ambo für die Kapelle der Ev. Akademie auf Schwanenwerder hatte er am Vormittag gekauft. Beide Aufträge, längst von ihm bis ins Detail geplant, harren nun der Umsetzung. Die Zeichnungen liegen in der Schmiede. Das Bewahren und Erschließen seines Werks mit dem er »als Zeichen im Raum Haltung« bezogen hat, ist unvermittelt zur konkreten Aufgabe geworden. Die Einzelausstellung »Stahl – Vom Innehalten der Plastik im Raum«, die am 15. Juni 2013 im Landschaftspark der Ev. Akademie auf Schwanenwerder eröffnet wird, ist nun eine Hommage an ihn und sein Lebenswerk.

 

 

»Ganz fern - ganz nah«

  Eine Ausstellung unseres Mitglieds Peter Frenkel
und der Künstlerin Bettina Hünicke in der
Galerie der Stadtbibliothek Herzberg/Elster

 

re.: Einladungskarte als PDF

12.03.2013 – 13.04.2013
Eröffnung: 12.03.2013, 18.30 Uhr

 

 

Schenkung des Potsdamer Kunstvereins e.V. an das Potsdam Museum

 

Am 12. Juni 2012 übergab der Potsdamer Kunstvereins e. V. an die Direktorin des Potsdam Museums – Forum für Kunst und Geschichte, Dr. Jutta Götzmann, drei Bilder aus dem Nachlass von Suse Globisch-Ahlgrimm (1920-2012) und Hubert Globisch (1914-2004). Mit den Beiträgen von Birgit Krenkel, Squaw Hildegard Rose und Stephan Velten wird die Sammlung zeitgenössischer Kunst des Museums um wichtige Werke Potsdamer Künstler, die nach 1989 entstanden sind, erweitert.

»Die Initiative des Potsdamer Kunstvereins e.V. ist für unser Museum in zweifacher Hinsicht bedeutsam«, bemerkt Dr. Jutta Götzmann. „Wir nehmen bedeutende Arbeiten von Potsdamer Künstlerinnen in den Sammlungsbestand auf,
die bislang noch nicht im Potsdam Museum vertreten waren, zudem dokumentieren wir die Sammlungstätigkeit des Ehepaares Globisch.«

Information des Potsdam Museums mit weiteren Details


Medienecho
Märkische Allgemeine, 15.6.2012
Schenkung des Kunstvereins stärkt Sammlung

Potsdamer Neueste Nachrichten, 15.6.2012
Um wichtige Werke bereichert...

Squaw Hildegard Rose: o. T., 2001

  Stephan Velten: o. T., 1991

 

 

Der Blaue Reiter – Lesung mit Andreas Hüneke

 

Eine Veranstaltung des Potsdamer Kunstvereins
in Zusammenarbeit mit der Stiftungs-Buchhandlung Potsdam

am Freitag, dem 1. Juni 2012, 19 Uhr
in der Stiftungs-Buchhandlung
14467 Potsdam, Gutenbergstraße 72

Im Dezember 1911 organisierten Wassily Kandinsky und Franz Marc die »Erste Ausstellung der Redaktion Der Blaue Reiter«. Im Mai 1912 erschien der von ihnen herausgegebene Alma-
nach »Der Blaue Reiter«, die wichtigste und folgenreichste Programmschrift der künstlerischen Avantgarde am Beginn
des 20. Jahrhunderts. Aus Anlass des 100jährigen Jubiläums dieser Ereignisse veröffentlichte der Reclam Verlag Stuttgart in seiner Gelben Reihe den von Andreas Hüneke herausgege-
benen Band »Der Blaue Reiter. Eine Geschichte in Dokumen-
ten«.
Bei der Lesung liegt der Schwerpunkt auf den zwischen-
menschlichen Beziehungen, den Freundschaften und Streitig-
keiten, die Grundlage und Folge der für die Entwicklung der Kunst in Deutschland so entscheidenden Vorgänge waren.

Cover © Reclam Verlag
Information zur Lesung: PDF

  Neben Kandinsky und Marc treten auch August Macke, Alexeij Jawlensky, Marianne Werefkin, Gabriele Münter, Paul Klee, Arnold Schönberg und andere Protagonisten jener Jahre in Erscheinung.

 

 

Ehrendoktorwürde der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg für A. Hüneke

  Der Potsdamer Kunstverein e. V. gibt mit Freude
bekannt, dass dem Potsdamer Kunsthistoriker
Andreas Hüneke, Vorsitzender des Potsdamer
Kunstvereins, am 10. April 2012 die Philosophi-
sche Fakultät der Martin-Luther-Universität
Halle-Wittenberg die Ehrendoktorwürde verliehen
hat. Sie würdigte damit die besonderen Verdien-
ste, die er in seinen wissenschaftlichen Arbeiten
zum deutschen Expressionismus und zur NS-Aktion »Entartete Kunst« erworben hat.

In der Laudatio von Professor Olaf Peters wird
Andreas Hüneke als einer der »profiliertesten
deutschen Kunsthistoriker für die Bereiche des
deutschen Expressionismus und die Aktion ›Ent-
artete Kunst‹ - dem systematischen Versuch der
Zerstörung der modernen Kunst von Seiten der
Nationalsozialisten«, bezeichnet, der »grundle-
gende Arbeiten vorlegte, die international rezi-
piert werden und ihn insbesondere im Bereich der NS-Kunstpolitik zu einem führenden Experten ha-

 

ben werden lassen.« Ebenso wurden seine For-schungen gewürdigt, die »wichtige Grund-
lagenarbeit zur Geschichte des modernen Museums in Deutschland geleistet haben.«

Gleichzeitig mit der Überreichung der Promotionsurkunde durch den Dekan der Philosophi-
schen Fakultät, Professor Burkhard Schnepel, während eines Festaktes wurde im Landes-
kunstmuseum »Stiftung Moritzburg« eine Kabinettausstellung mit Gemälden von Andreas Hüneke eröffnet. Unter dem Titel »van gockel und cha gallus, kikiriki, kikiriko und andere parodien zur modernen kunst« werden seine bildkünstlerischen Parodien gezeigt, die bereits
in Potsdam ausgestellt worden waren.

Andreas Hüneke wurde 1944 im sächsischen Wurzen geboren. Er studierte von 1965 bis 1970 Theologie und Kunstgeschichte an der MLU. Von 1971 bis 1977 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der damaligen Staatlichen Galerie Moritzburg Halle, heute Stiftung Moritzburg. Auch nach seinem Weggang ist er dem Kunstmuseum stets verbunden geblieben. Ausgangspunkt seiner Beschäftigung mit dem Thema NS-Kunstpolitik war die Aktion »Entar-
tete Kunst« in Halle, die zur Zerstörung der vor allem von Max Sauerlandt und Alois J. Schardt in der Moritzburg aufgebauten Moderne-Sammlung führte.

Seit 1978 arbeitet Hüneke freiberuflich als Kunsthistoriker, Kritiker und Ausstellungskurator. Von 1995 bis 2004 war er Vizepräsident des internationalen Kunstkritikerverbands AICA. Vor 15 Jahren entdeckte er ein Exemplar des Inventars aller 1937 beschlagnahmten Kunstwerke aus deutschen Museen, das von der Forschungsstelle »Entartete Kunst« am Kunsthistori-
schen Institut der Freien Universität Berlin bearbeitet und der Öffentlichkeit in einer Internet-Datenbank zugänglich gemacht wird. Seit April 2003 lehrt und forscht er an der Freien Universität Berlin an der Forschungsstelle zur »Entarteten Kunst«.

Medienecho:

Märkische Allgemeine, 17.4.2012
Andreas Hüneke ist Ehrendoktor – Hallenser Uni verleiht Titel an Potsdamer

MDR Sachsen-Anhalt, 12.4.2012
Parodie-Schau in der Moritzburg/Ehrendoktorwürde für Kunsthistoriker
Video

Mitteldeutsche Zeitung, 11.4.2012
«Völker hört die Signale»

Informationsdienst Wissenschaft, 10.4.2012
Ehrendoktorwürde für Kunsthistoriker Andreas Hüneke

 

 

Zum Tod Suse Globisch-Ahlgrimms, Ehrenmitglied des Potsdamer Kunstvereins

  Die Künstlerin und Kunstpädagogin Suse Globisch-Ahlgrimm ist am 23. Januar 2012 im Alter von 91 Jahren in Potsdam verstorben.

Am 8. Juni 1920 in Neubrandenburg geboren. Vater Volksschullehrer (1886 – 1973, Mutter Hausfrau (1889 – 1968). Aufgewachsen hauptsächlich in Kiel, aber auch zeitweise in Pillau und Wiesbaden. 1939 Abitur in Kiel, anschließend Kriegsdienste als Tele-fonistin und im Reichsarbeitsdienst in Nordhackstedt (dänisch: Nørre Haksted). 1940 Umzug nach Berlin. 1940 – 1944 Studium an der Staatlichen Hochschule für Kunsterziehung in Berlin, bei Willi Maillard (1879 – 1945) und Willy Jaeckel (1888 – 1944 sowie Kunst-geschichte bei Werner Richard Deusch (1903 – ?). Daneben und danach Straßenbahnschaffnerin und DRK-Hilfs-schwester in Berlin und Potsdam. 1943 Umzug nach Potsdam-Babelsberg. 1945 – 1957 im Schulgebäude der Potsdamer Dortustraße 28/29 am Kanal tätig. 1945 - 1947 Referendariat bei Gertrud Jakstein (1879 – 1960) und danach ebendort Kunstpädagogin.
Seit 1957 – 1977 Kunstpädagogin an der Helmholtz-
schule, der Erweiterten Oberschule 4 (jetzt Helm-
holtz-Gymnasium) in Potsdam. Während dieser Jahre

 

Suse Globisch-Ahlgrimm 2008
Foto: Thomas Kumlehn

bereits als Malerin tätig. 1975 Erblindung des rechten Auges. 1977 vorzeitige Pensionierung aus gesundheitlichen Gründen. Nachfolgerin der Kunstpädagogin wird Heidi Wilhelm (*1942). Von 1977 an ist Suse Ahlgrimm freischaffend als Malerin und Graphikerin tätig. Seit 1983 verheiratet mit dem Kunstpädagogen und Künstler Hubert Globisch (1914 – 2004). Von 1983 bis 2012 lebte Suse Globisch-Ahlgrimm in Potsdam/West

Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen in Deutschland, Polen und Tschechien. Zuletzt, 2010, nahm sie an der Ausstellung "Mein Alphabet" teil, die im Pavillon auf der Freundschaftsinsel gezeigt worden ist. Ihre Werke befinden sich in öffentlichem Besitz (Potsdam-Museum) sowie in privatem Besitz. 1993 und 1999 erschienen Monographien der Malerin. 2005 wurde das Buch »Klang der Stille« der Autorin Elisabeth Haase veröffentlicht, für das Miniaturen von Suse Globisch-Ahlgrimm ausgewählt worden sind.

Suse Globisch-Ahlgrimm schenkte 2005 dem Potsdamer Kunstverein den Großteil des künst-
lerischen Nachlasses von Hubert Globisch (1914-2004), der seither systematisch erschlossen wird. Die erste umfassende Monographie des Kunstpädagogen und Künstlers konnte auf die-
ser Grundlage herausgegeben werden. »Vom Lauf der Flüsse« erschien 2007 im Neisse Ver-
lag, Dresden und begleitete 2007/2008 eine Wanderausstellung durch Polen und Deuschland. Gleichzeitig verfügte sie im Jahr 2005 , dass ihr künstlerischer und kunstpädagogischer Nachlass nach ihrem Tod als Schenkung in den Besitz des Potsdamer Kunstvereins übergeht.
Im Auftrag des Potsdamer Kunstvereins erschließt der Kunstwissenschaftler Thomas Kumlehn bereits seit 2005 das kunstpädagogische und künstlerische Lebenswerk von Suse Globisch-Ahlgrimm und Hubert Globisch.

Die Trauerfeier beginnt am 23. Februar um 10 Uhr in der Kirche St. Antonius in der Planta-
genstraße 23, 14482 Potsdam Babelsberg. Die anschließende Beisetzung findet auf dem
nahe gelegenen Friedhof in der Goethestraße statt.

Nachruf von Klaus Büstrin, PNN vom 26.1.2012
Nachruf von Lothar Krone, MAZ vom 27.1.2012

 

 

Organische Einheit von innen und außen - Haus Mattern öffnete seine Pforte

 

»Es war eine kleine, aber hochinteressierte Runde, die sich auf Einladung des Potsdamer Kunstvereins am Sonnabend in der Bornstedter Florastraße zusammengefunden hatte, um ein Fanal der Moderne zu bestaunen: Das ›Haus Mattern‹...«


mehr in der Märkischen Allgemeinen vom 21.11.2011

 

 

Brandenburgische Künstlernachlässe aus Privathand

 

Künstlernachlässe, ob in musealem oder privatem Besitz, bleiben zumeist unerschlossen –
für das Publikum, für die Sammler, für die Forschung. Dieser noch viel zu wenig diskutierten Tatsache begegneten wir auch während unserer Vorbereitung zur Ausstellung »100 Jahre Kunst ohne König – Privates und öffentliches Sammeln in Potsdam« (Haus der Brandenbur-
gisch-Preußischen Geschichte, 2009). Allein in und um Potsdam wurden wir mehrfach mit unbearbeiteten Nachlässen konfrontiert, die sich in privater Hand befinden. Um dieses Problem auch im Land Brandenburg zur Sprache zu bringen, planen wir, in Potsdam die Ausstellung »Brandenburger Künstlernachlässe aus Privathand« (Arbeitstitel) zu zeigen.

Sie betreuen selbst einen Nachlass oder kennen Nachlasserben oder -verwalter? Dann treten Sie bitte mit uns in Kontakt.

 

 

Neue Buchveröffentlichung zum Werk von Carl Marx - bestellbar hier

  Andreas Hüneke
Carl Marx. freche, gute Bilder.
Werke aus dem Nachlass

Herausgegeben vom Potsdamer Kunstverein im Auftrag
der Nachlassverwaltung Carl Marx anlässlich des 100. Geburtstages
am 18. August 2011
80 Seiten mit 68 Farb- und 16 s/w Abbildungen
und Texten von Andreas Hüneke und Carl Marx
Hardcover, 21 x 21 cm
© Nachlass Carl Marx und Potsdamer Kunstverein,
Potsdam 2011
ISBN 978-3-931640-73-6
Preis: 12 €

Medienecho:
Potsdamer Neueste Nachrichten, 15.9.2011
Freche, gute Bilder – von Heidi Jäger

(...) Das Buch erzählt in Wort und Bild von dem Asketen Marx, der mit minimalem Lebenskomfort auskam und gleichzeitig ein Genießer war, verschwenderisch in Farben schwelgte, Bilder malen wollte mit innerem Wert, »rund und voll wie eine kleine Stube voller Wärme.« mehr

Ausstellungshinweis:
carl marx. bauhaus-klarheit und fantasie
im Meisterhaus Kandinsky/Klee in Dessau



Buchcover

 

 

   
 

ältere Meldungen siehe  Archiv

   
   
   
 

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